Stadt Ehingen

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Maxim Dondyuk

Culture of Confrontation

1. September -27. Oktober 2019

Kiew, Nacht zum 1. Dezember 2013. Am frühen Morgen eilt der ukrainische Fotograf Maxim Dondyuk auf den Maidan und fotografiert die ersten Zusammenstöße zwischen Staatsmacht und Demonstranten. Die nächsten drei Monate lebt er auf diesem Platz und hält die Auseinandersetzungen aus unmittelbarer Nähe mit seiner Kamera fest. So entstehen Bilder von unglaublicher Wucht und emotionaler Intensität. Sie machen international Furore in Magazinen wie Time Magazine, Le Monde, dem Spiegel, Stern oder Rolling Stone.

Maxim Dondyuk erhält bedeutende internationale Fotopreise, weil er mit diesen Arbeiten die Grenzen zwischen Dokumentar- und Kunstfotografie durchbrochen hat und im Zeitgeschichtlichen das ewige Drama der Menschheitsgeschichte aufscheinen lässt. Eindrucksvoll erlebt man das vor den Großformaten dieser Ausstellung: Das historische Geschehen erinnert an apokalyptische Gemälde von Hieronymus Bosch oder Bruegel; Wasserwerfer, Rauchpatronen und brennende Barrikaden werden zu entfesselten Naturgewalten der Endzeit. Ihr Nebeldampf glüht in den dramatischen Lichtstimmungen eines William Turner oder Rembrandt, Spotlights erstrahlen wie die mystischen Aureolen der Heiligen am Himmel barocker Deckengemälde. Der einzelne Mensch geht unter in der anflutenden Masse der Demonstranten gegen den Mauerblock der Ordnungsmacht.  

Die Ausstellung, kuratiert von Wolfgang Dick, wurde vom Städtischen Museum im Kornhaus, Kirchheim/Teck übernommen.

Es erscheint ein vom Künstler signierter Katalog in limitierter Auflage.