Stadt Ehingen

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Wolfgang Neumann

MUDD

 

24.Februar - 21. April 2019

Eröffnung: Sonntag, 24. Februar, 11 Uhr

www.regio-tv.de/mediathek/video/schrille-kunst-in-kritischen-details/

earseater, 2016

Der Künstler Wolfgang Neumann (Jg. 1977) ist in seinen Werken so vielseitig wie in seinen Themen. Seine Gemälde und Zeichnungen beeindrucken durch erfindungsreiche Erzählfreude und überraschenden Bildwitz, mit dem er Versatzstücke aus realen, medialen und fiktiven Wirklichkeiten zusammenfügt. Die Bilder vibrieren förmlich durch die grell bunten Kontrastfarben und die expressive Pinselführung. Inhaltlich arbeitet sich Neumann an gesellschaftlichen, medialen, aber auch an kunsthistorischen oder literarischen Themen ab, die er kritisch bis grotesk überspitzt auf die Leinwand bannt. Seine assioziationsreichen Bildtitel und lautmalerischen Wortgebilde sind dabei ebenso eigensinnig wie die Songtexte, die er für seine Band „Art-Attacke“ dichtet.

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Werke aus der Sammlung Nöth

24.Februar - 21. April 2019

 

 

 

Erich Mansen, 1972

Die Kuratoren Anne Linder und Volker Sonntag haben Werke aus der Sammlung ausgewählt, in denen die Linienführung dominiert. Sie haben sie belassen, wie sie sind, aber mit minimal invasiven Eingriffen bestimmte Aspekte herausgearbeitet und verdeutlicht. Mit Klebebändern haben sie die Bilder und Objekte in den Raum hinein erweitert und mit ihm zu einer Einheit verbunden. Das einzelne Werk behält dabei seine Eigenständigkeit und ist doch Teil eines größeren Ganzen. So wird die Ausstellung als solche zur Kunstinstallation! Per Definition ist eine Linie die Verbindung zwischen zwei Punkten. Im ersten Raum ist das die Horizontlinie, die Himmel und Erde trennt und zwischen den Eckpunkten des Blickfeldes gezogen werden kann. Obwohl der Horizont in jedem Bild in unterschiedlicher Höhe liegt, haben sie alle Horizonte im Raum auf 1.50m Höhe gelegt und mit einer durchlaufenden Linie verbunden, wodurch interessanter Verfremdungseffekt entstanden ist. In Raum zwei wurden bildbestimmende Linien aus den Bildern und Objekten in den Raum hinausgeführt. Sie erhalten dadurch eine verstärkte Dynamik und verbinden sich mit dem Raum zu einer neuen Dimension. In Raum drei haben sind Fluchtpunkte markiert und die Fluchtlinien in den Raum verlängert. Die Raumwirkung wird enorm verstärkt und der Bildaufbau verdeutlicht. In Raum vier greifen die Linien dann dreidimensional in die Umgebung und bilden ein masseloses Luftvolumen.